Der Konradsheimer Osterreigen des heurigen Jahres reichte von der inhaltlichen Dramatik der Ostertage bis hin zu einer dramatischen Theateraufführung im Landestheater St. Pölten, in der es ebenfalls um Leben und Tod ging. In der Osternacht feierte Pater Elias vom Stift Seitenstetten mit der Pfarrgemeinde die Liturgie. Er brachte mit der Erinnerung an die mittelalterliche Tradition des Osterlachens die Mitfeiernden zum Schmunzeln. Christoph Hirtenlehner sorgte als Chorleiter mit seinem Projektchor am Ostersonntag und mit der Gruppe Stimmklang in der Osternacht für eine zeitgenössische musikalische Einbettung der Osterbotschaft. Schon zu einer liebgewordenen Tradition ist der selbstgebastelte Ostergruß der Jungscharkinder am Ostersonntag geworden. Am Samstag nach Ostern lud Pastoralassistentin Roswitha Bramauer zum theologischen Frühstück ein. In großer Ernsthaftigkeit und mit Offenlegung eigener Sichtweisen sprachen die sieben Teilnehmer:innen über die Fragestellungen der Firmgruppen an die Pfarre: Warum gibt es Streit? Warum hat Gott den Menschen erschaffen? Was kommt nach dem Tod? Der gelungene Dialog in guter Atmosphäre war eine sehr positive Erfahrung, zu der man der Initiatorin gratulieren kann. Die gemeinschaftliche Theaterfahrt des Katholischen Bildungswerkes am 11. April führte zum Theaterstück Der blinde Passagier von Maria Lazar. Mit großer Intensität wurde darin die Frage verhandelt, wie weit man als Mensch herausgefordert ist, engagiert zu helfen, wenn andere – im Falle der Handlung ein jüdischer Arzt – von gnadenloser Verfolgung und Heimatlosigkeit betroffen sind. Auf einmal war die Auslieferung an Pilatus zur geschichtlichen Dramatik im Umfeld der Naziverfolgung geworden. Und ob man sich die Hände in Unschuld waschen kann, wenn man die Herausforderung von Zivilcourage und Menschlichkeit hautnah erfährt, diese Frage führte die Theaterbesucher:innen dann vollends in die Gegenwart.